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Was ist Klassiche Dressur

Klassische Dressur ist eine Tradition, in der die Dressur als Kunstform praktiziert wird. Sie soll aus Kavalleriemanövern und Schlachtfeldübungen entstanden sein. Die Renaissance gab Anlass zu einer neuen, fortschrittlichen Auffassung vom Reiten als Teil der kollektiven Künste, wo beide, Ross und Reiter Jahre damit verbrachten, ihre Form zu vollenden. Seitdem hat sich aus der klassischen Dressur die moderne, konkurrenzfähige Dressur herausgebildet, wie wir sie heute sehen.

Die Kunst des klassischen Reitens entstand aus dem Reiten in Harmonie mit dem Pferd. Harmonie kann nur erreicht werden, wenn der Reiter den richtigen Sitz hat, eine gut balancierte Körperposition, sich im Einklang mit dem Pferd bewegt und die Hilfen richtig und zum genauen  Zeitpunkt gibt. Der Reiter ist leicht und sie „tanzen“ zusammen. Darum wird die Dressur manchmal „Pferde-Ballett“ genannt.

Pferde versammeln sich von Natur aus, wenn sie miteinander spielen, kämpfen oder sich gegenseitig umwerben. Wenn sie andere Pferde beeindrucken wollen, versuchen sie größer zu erscheinen, indem sie die Brust herausstrecken und den Hals anheben. Gleichzeitig akzentuieren sie ihre Bewegungen und verändern ihre Gangart vermehrt in Richtung einer Aufwärtsbewegung. Wahrscheinlich hat diese natürliche Fähigkeit sich zu sammeln die ersten Ausbilder dazu angeregt, diese Art des Verhaltens auf mehr kontrollierte Weise neu zu inszenieren.

Die Passage wird als eine Lektion höherer Klasse wahrgenommen, bei der das Pferd mit sehr hoch angehobenen Beinen einen ausgesprochen starken Trab ausführt. Das Pferd behält die Versammlung bei und bewegt sich mit großem Schwung. Die Passage unterscheidet sich von anderen Trabarten dadurch, daß das Pferd die Beine hoch vom Boden abhebt und für eine längere Zeitspanne gehoben hält, wobei der Eindruck von einem Trab im Zeitlupentempo entsteht. Ein Pferd muss gut in der Dressurausbildung gefestigt sein um solch eine anstrengende Bewegung ausführen zu können, es muss die richtig ausgebildete Muskulatur haben, um so versammelt zu bleiben, während es gleichzeitig energiegeladen, ruhig und geschmeidig ist.

Die Piaffe ist eine Dressurlektion, bei der das Pferd im rhythmischen und sehr versammelten Trab auf der Stelle oder fast auf der Stelle bleibt.  Der Schwerpunkt verschiebt sich zur Hinterhand des Pferdes, welche  sich aufgrund der intensiven Beugung der Gelenke in der Hinterhand etwas niedriger einstellt. Vorne ist das Pferd beweglich, frei und leicht, mit guter Beugung der Gelenke in den Vorderbeinen. Das Pferd sollte großen Schwung zeigen, mit Kadenz bei den Schritten. Wie bei jeder Dressurübung, führt das Pferd dies mit Gelassenheit vor, während es mit rundem Rücken am Gebiss bleibt.

In der klassischen Dressur gilt die Piaffe meistens als Lektion höherer Klasse und im Dressursport als Lektion der Grand Prix Stufe. Man verwendet sie zur Entwicklung anderer Bewegungen, wie der Levade und den Sprüngen der Hohen Schule“ oder „Airs above the ground“.

 Die „Sprünge der Hohen Schule“ oder „Airs above the ground“ sind eine Serie Manöver auf höchster Ebene, bei denen das Pferd vom Boden abhebt. Lusitanos, Andalusier und Lippizaner sind die Rassen, die normalerweise diese „Airs“ vorführen, zum Teil deshalb, weil sie eine so starke auf der Hinterhand haben, die es ihnen erlaubt, diese anstrengenden Bewegungen auszuführen.

Zuerst werden den Pferden oftmals diese Übungen oder Sprünge einzeln am langen Zügel und ohne Reiter beigebracht, weil es für das Tier weniger anstrengend ist. Letztendlich sollen diese Bewegungen jedoch unter dem Reiter ausgeführt werden.

 Die Pesade ist eine Bewegung, bei der das Pferd die Vorderhand vom Boden abheben und dabei die Vorderbeine anziehen soll, so dass das ganze Gewicht gleichmäßig auf der Hinterhand verteilt ist; es sollte dabei einen Winkel von 45 Grad zum Boden erreichen.

In der Levade balanciert das Pferd auf der Hinterhand, in einem Winkel von 30 – 35 Grad. Während die Pesade ein Balanceakt ist, erfordert der verminderte Winkel der Levade große Körperbeherrschung. Außerdem ist es extrem schwierig, diese Stellung zu halten. Die Pesade und Levade gehen beide aus der Piaffe hervor, wobei das Pferd zunehmend die Hinterhand betätigen muss und seinen Schwerpunkt dorthin verlagern muss. Die Levade wird auch als Übergang zwischen Bodenarbeit und anderen „Airs“ oder Schulen über der Erde gebraucht. Keine der beiden Bewegungen gleicht dem Aufbäumen, denn sie erfordern Präzision, außergewöhnliche Balance und sehr viel Kraft. Sie sind das Resultat der korrekten Ausbildung, nicht eines Widerstandes des Pferdes.

 Wenn die Mezair gezeigt wird, führt das Pferd eine Anzahl Levaden in einer Vorwärtsbewegung aus, wobei es leicht den Boden mit den Vorderhufen berührt, bevor es sich wieder in die Höhe stemmt.

Bei der Courbette balanciert das Pferd auf der Hinterhand und führt eine Anzahl von Sprüngen oder Hüpfern aus, wobei es die Vorderbeine nie den Boden berühren lässt. Nur ganz besonders starke und talentierte Pferde können bis zu fünf oder noch mehr Sprünge ausführen, bevor sie die Vorderbeine wieder auf den Boden stellen.

In der Croupade macht das Pferd einen Luftsprung, aber es schlägt auf dem Höhepunkt des Sprungs nicht aus, sondern hält die Hinterbeine angezogen unter sich und bleibt parallel zum Boden.

Die Ballotade gleicht der Croupade, aber bei diesem Sprung sind die Hinterbeine so angezogen, dass man die Hufeisen sehen kann, wenn man von hinten schaut. Erst wenn diese beiden Bewegungen erst einmal richtig ausgeführt werden, wird die Kapriole eingeübt.

Bei der Kapriole macht das Pferd mit angezogenen Vorderbeinen einen Luftsprung, schlägt auf der Höhe des Sprungs mit den Hinterbeinen aus, und landet dann fast gleichzeitig auf allen vier Hufen. Diese Lektion gilt als die schwierigste von allen „Airs“ oder Sprüngen.

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